Kritik

Kritik, die sich zu wichtig nimmt

Verrisse und Schmähkritiken der jüngsten Zeit: Markus Lanz bekam es auf's Maul. Stefan Raab als Politik-Talker – ein Dünnbrettbohrer. Thomas Gottschalk kann es schon lange niemandem mehr recht machen.

Fernsehstars in der Kritik: Seltsam, dass so viele über sie schreiben. Wo ihre Leistungen doch so unsäglich sind, wie es heißt. Da stimmt doch etwas nicht.

Verbotene Liebe - Ein Magazin über Fernsehen

Das kommt ziemlich selten vor: Zeitungsjournalisten gehen liebevoll mit dem Medium Fernsehen um. Dem Magazin der Süddeutschen Zeitung ist dies in dieser Woche gelungen. Verbotene Liebe ist der Titel des wundervollen Heftes, das unbedingt seine Leser finden sollte. Nicht nur, weil sich Amelie Fried, Sandra Maischberger, Günther Jauch  und Giovanni di Lorenzo zu einem Gipfeltreffen der Macher von "Live aus dem Alabama" wiedertreffen.

Auch nicht nur, weil Künstler und Intellektuelle über ihre TV-Gewohnheiten sprechen und sich zum Beispiel der Literaturkritiker Fritz J. Raddatz ("Ich schaue am liebsten Tierfilme") standesgemäß empören kann: "Über den Rest bis ich ehrlich gesagt schaurig empört. Das Programm ist zu einer Schunkelveranstaltung verkommen: Quizshows, Volksmusik, Talkrunden ohne Ende - alles grauenvoll."

Kritik kann man üben

Journalisten und andere Kreative können ziemliche Weicheier sein. Sie teilen gerne aus, im Einstecken aber sind sie nicht besonders talentiert. Künstler. Mimosen. Selbstverliebt und verletzlich. Weicheier eben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

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