Journalisten

Reality? Shocking!

Jourrnalistische Verblüffung nach der Wahl in Großbritannien: Der Mann war eigentlich schon am Ende. Nun bleibt David Cameron an der Macht. Für Demoskopen und Presseleute, die anderes erwartet haben, gilt: Knapp daneben ist auch vorbei. Zeit für Selbstkritik.

Über Unabhängigkeit

Wenn Journalisten zu Schönrednern werden, verspielen sie in kürzester Zeit ihr mühsam aufgebautes Image. Etwa das, einem Leitmedium anzugehören. So hat die Zeitung mit den großen Buchstaben in den letzten Wochen nicht nur einen politischen Hoffnungsträger verloren. Also doch: kein Leitmedium, sondern ein Kampfblatt.

PAUSE!

Zwei Schlagzeilen der zurückliegenden Woche. "Im Fernseh-Bergwerk" überschreibt DER SPIEGEL einen Bericht über die Arbeitsbedingungen von Journalisten bei RTL. "Schäubles Sprecher wirft hin" titelt einen Tag später etwa die Online-Ausgabe der ZEIT über den Rücktritt des gedemütigten Pressemannes Offer. Andere machen weiter. RTL meldet, das operative Ergebnis der Group sei erneut gesteigert worden. Der Finanzminister fährt nach Seoul und wacht über die Weltfinanzen. Für alle Verantwortlichen ein Tipp fürs Wochenende: Einmal innehalten.

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