Meinung

"Los jetzt!"

Da soll noch einer mitkommen. Die Medienbranche wandelt sich – und wir mit ihr. Fünf Jahre lang habe ich zusammen mit klugen und engagierten Kollegen unter LANGER + LEUTE in diesem Blog Stellung bezogen. Dies ist nun - an dieser Stelle - der letzte Eintrag. 

Reality? Shocking!

Jourrnalistische Verblüffung nach der Wahl in Großbritannien: Der Mann war eigentlich schon am Ende. Nun bleibt David Cameron an der Macht. Für Demoskopen und Presseleute, die anderes erwartet haben, gilt: Knapp daneben ist auch vorbei. Zeit für Selbstkritik.

Deutschland im Dunkeln

Rettung im letzten Moment? Dresdens Polizei untersagt nach der Morddrohung gegen den "Pegida"-Organisator für einen Tag alle Demos. Die Gefahr ist kurz gebannt, aber die Demokratie bekommt so Kratzer. 

Todenhöfers angetäuschter Journalismus

Er hat es wieder getan: Jürgen Todenhöfer ist einmal mehr dort hin gegangen, wo es weh tut. Diesmal nach Mossul, ins Herz des so genannten „Islamischen Staats“. Mitgebracht hat er ein Interview mit dem deutschen „Gotteskrieger“ Christian Emde. Das ist erst einmal ein journalistischer Erfolg. Beim Ansehen hat man dennoch ein ungutes Gefühl. Warum ist das so?

Die "Challenge" für's Privatfernsehen

Für die privaten TV-Sender dürfte dies die Herausforderung 2015 werden: Wie halten sie es mit Google, Facebook, Youtube, Twitter und Co.? Die alte Strategie, vor allem auf eigene Ausspielwege zu setzen, ist von gestern.

"DER SPIEGEL" fehlt

Darf man das als Journalist zugeben? Ich habe seit Monaten keinen „SPIEGEL“ mehr gekauft. Manchmal nehme ich das in einer Redaktion ausliegende Heft in die Hand, blättere es durch, auf der Suche nach lesenswerten Geschichten, die es früher Woche für Woche gab. Nun ja. Wird jetzt, nachdem die Redaktion ihren Chefredakteur vom Hof gejagt hat und der Geschäftsführer demnächst auch geht, alles besser?

Zuviel Klüngel im WDR

"Ich bin ein Kind der von den öffentlich-rechtlichen Sendern dominierten Fernsehkultur. Lange habe ich an deren Philosophie einer über Gremien organisierten und durch Gebühren finanzierten "Neutralität" geglaubt", schreibt Hildegard Stausberg, die Vorsitzende des Kölner Presseclubs und Autorin der Tageszeitung "Die Welt". Ihre Kritik am Klüngel im WDR dokumentieren wir hier ebenso wie die Entgegnung der Pressestelle des Senders. 

Schlag die Merkel!

Der Bundestags-Wahlkampf, noch gar nicht richtig begonnen, sinkt bereits auf Trash-Niveau: Der TV-Entertainer Stefan Raab soll allen Ernstes die Kanzlerkandidaten-Duelle moderieren. Tiefer geht’s nimmer, denkt man da – aber wer weiß…

Krieg der Medien

Siebzehn Euro achtundneunzig im Monat. Das ist der Rundfunkbeitrag, den wir für ARD, ZDF und Deutschlandradio zahlen. Vielleicht demnächst auch für einen neuen Jugend-TV-Kanal, der gegen RTL und ProSieben in Stellung gebracht werden soll.

Siebzehn Euro achtundneunzig pro Haushalt. Ist das zu viel? Während viele Print-Redaktionen ums Überleben kämpfen?

Krokodilstränen - Zum Ende der "FTD"

Über das Ende der Financial Times Deutschland ist ziemlich viel Blabla geschrieben worden. Das Blatt war keineswegs so innovativ und frisch, wie seine Macher am Ende vorgaben. Wer hat es eigentlich gelesen, wenn es nicht gerade kostenlos am Flughafen lag? Ein namhafter Leitartikler, der es mit der SZ oder der FAZ hätte aufnehmen können, ist aus der Redaktion nicht hervorgegangen.

Dass die Kollegen in Hamburg nun ihre Arbeitsplätze verlieren, ist bitter, keine Frage. Allerdings geht es Journalisten da nicht anders als - zum Beispiel - den Bergleuten in Bochum oder den Monteuren eines überflüssigen Opelwerks. Der Journalismus geht darüber nicht vor die Hunde. Wir müssen aber unsere Hausaufgaben machen. Sieben Thesen dazu:

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