2013

Markenpflege im Nachrichten-Journalismus

Wenn mit Wolfgang Büchner, dem bisherigen Chefredakteur der Deutschen-Presse-Agentur, ein Nachrichtenmann das Kommando beim SPIEGEL übernimmt, dann zeigt das vor allem den hohen Wert, den "competing news brands" inzwischen besitzen. Die dpa hat Büchner gründlich von der Muffigkeit früherer Jahre befreit. Markenpflege im Nachrichtenbereich funktioniert, wenn Nachrichtengrundsätze nicht vergessen werden. Zum Beispiel diese hier:

Ins Nest gelegt - Coaching vor TV-Kameras

Immer mehr Coaching im Fernsehen: Wir sehen auf allen Kanälen Menschen, die sich verändern wollen. Und das in aller Öffentlichkeit. Jüngstes Beispiel bei RTL: DIE ZUSCHAUER wechseln die Perspektive und gehen ebenfalls vor die Kamera. Nach den Profis für menschliche Anliegen wie Sabine Asgodom oder Katia Saalfrank ist es nun eine Gruppe von 50 Zuschauern, die den Ratsuchenden auf dem Lösungsweg begleitet. Kann das gut gehen? 

Zuviel Klüngel im WDR

"Ich bin ein Kind der von den öffentlich-rechtlichen Sendern dominierten Fernsehkultur. Lange habe ich an deren Philosophie einer über Gremien organisierten und durch Gebühren finanzierten "Neutralität" geglaubt", schreibt Hildegard Stausberg, die Vorsitzende des Kölner Presseclubs und Autorin der Tageszeitung "Die Welt". Ihre Kritik am Klüngel im WDR dokumentieren wir hier ebenso wie die Entgegnung der Pressestelle des Senders. 

Schlag die Merkel!

Der Bundestags-Wahlkampf, noch gar nicht richtig begonnen, sinkt bereits auf Trash-Niveau: Der TV-Entertainer Stefan Raab soll allen Ernstes die Kanzlerkandidaten-Duelle moderieren. Tiefer geht’s nimmer, denkt man da – aber wer weiß…

Zeitungssterben: Nur eine Technikfolge?

Manchmal verstecken sich hinter spröden Begriffen sehr spannende Dinge. Das Wort „Technikfolgenabschätzung“ zum Beispiel. Im Bundestag gibt es dazu den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Der diskutiert gerade die „gesetzlichen Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft“. Und dabei – nebenbei – die Handlungsfelder für die Medienpolitik und die Zukunft des Journalismus.

Krieg der Medien

Siebzehn Euro achtundneunzig im Monat. Das ist der Rundfunkbeitrag, den wir für ARD, ZDF und Deutschlandradio zahlen. Vielleicht demnächst auch für einen neuen Jugend-TV-Kanal, der gegen RTL und ProSieben in Stellung gebracht werden soll.

Siebzehn Euro achtundneunzig pro Haushalt. Ist das zu viel? Während viele Print-Redaktionen ums Überleben kämpfen?