Jahresarchiv

Seasons greetings

"Hat jemand das Jahr gesehen? Och, schon wieder weg.."

Wir von LANGER+LEUTE wünschen allen Kunden, Kollegen und Freunden
FROHE WEIHNACHTEN und viel Glück für 2015.
 

Neuanfang im Dezember

Raus aus dem Digital-Tal. Nach etlichen Monaten der Funkstille melden sich LANGER+LEUTE hier wieder zurück. Es hat sich einiges getan in den vergangenen Monaten. Wir haben uns verändert.  

"Trust me, I'm a spin doctor"

Litigation-PR – schon einmal gehört? Wer sich an den Kachelmann-Prozess oder auch an die Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten Wulff erinnert, der kennt die Bedeutung des Begriffs. Rechtsbegleitende Öffentlichkeitsarbeit oder auch: Pressearbeit während eines Gerichtsverfahrens. So kann man Litigation-PR übersetzen. Dazu hat eine der schillernden Figuren der deutschen PR-Szene, Klaus Kocks, ein lesenswertes Büchlein herausgegeben. Es handelt auch davon, wie man heute per Kommunikation Ansehen erwirbt. 

"DER SPIEGEL" fehlt

Darf man das als Journalist zugeben? Ich habe seit Monaten keinen „SPIEGEL“ mehr gekauft. Manchmal nehme ich das in einer Redaktion ausliegende Heft in die Hand, blättere es durch, auf der Suche nach lesenswerten Geschichten, die es früher Woche für Woche gab. Nun ja. Wird jetzt, nachdem die Redaktion ihren Chefredakteur vom Hof gejagt hat und der Geschäftsführer demnächst auch geht, alles besser?

Herr Müller, Herr Süper, Herr Schlote und wir

Vor zwei Jahren habe ich so etwas wie eine Liebeserklärung an unser Viertel geschrieben, für das lesenswerte Blog von Isabel Bogdan. Das Stück hat eine neue Aktualität gewonnen - "Breaking news" sozusagen - weil jener Herr Schlote jetzt immer vor dem Bistro in unserem Haus sitzt. Oder in dem Bistro, weil es nun ein wenig frisch wird davor. Also hier nochmal alles über Herrn Müller, Herrn Süper, Herrn Schlote und uns. Also fast alles.  

"Mit der Kamera erschliesse ich mir die Wahrheit"

Unter "Woistderfuchs" zeigte sie ihre ersten Bilder, und für diese Seiten hier hat sie schon immer die schönsten Fotos gemacht: Sarah Ehrlenbruch fotografiert, studiert und ist neu in unserem Netzwerk. Die "Köpfe" freuen sich über den Nachwuchs. 

Investitativ - irre gefragt

Erst neulich wieder so ein Gespräch über Journalismus: Der Geschäftsführer will das Profil schärfen, die Redaktion soll mehr investigative Geschichten heranschaffen. Erinnert sich noch jemand an Carl Bernstein (im Bild links) und Bob Woodward, die einst für die Washington Post schrieben? 

Unsicheres Terrain: Kreativität

Da sind wir wieder. LANGER+LEUTE waren eine Weile offline. Aber wir haben die Zeit genutzt. Herausgekommen ist unter anderem eine neue TV-Show, die ich im Auftrag von FIRST Entertainment als Executive Producer verantwortet habe.

Markenpflege im Nachrichten-Journalismus

Wenn mit Wolfgang Büchner, dem bisherigen Chefredakteur der Deutschen-Presse-Agentur, ein Nachrichtenmann das Kommando beim SPIEGEL übernimmt, dann zeigt das vor allem den hohen Wert, den "competing news brands" inzwischen besitzen. Die dpa hat Büchner gründlich von der Muffigkeit früherer Jahre befreit. Markenpflege im Nachrichtenbereich funktioniert, wenn Nachrichtengrundsätze nicht vergessen werden. Zum Beispiel diese hier:

Ins Nest gelegt - Coaching vor TV-Kameras

Immer mehr Coaching im Fernsehen: Wir sehen auf allen Kanälen Menschen, die sich verändern wollen. Und das in aller Öffentlichkeit. Jüngstes Beispiel bei RTL: DIE ZUSCHAUER wechseln die Perspektive und gehen ebenfalls vor die Kamera. Nach den Profis für menschliche Anliegen wie Sabine Asgodom oder Katia Saalfrank ist es nun eine Gruppe von 50 Zuschauern, die den Ratsuchenden auf dem Lösungsweg begleitet. Kann das gut gehen? 

Zuviel Klüngel im WDR

"Ich bin ein Kind der von den öffentlich-rechtlichen Sendern dominierten Fernsehkultur. Lange habe ich an deren Philosophie einer über Gremien organisierten und durch Gebühren finanzierten "Neutralität" geglaubt", schreibt Hildegard Stausberg, die Vorsitzende des Kölner Presseclubs und Autorin der Tageszeitung "Die Welt". Ihre Kritik am Klüngel im WDR dokumentieren wir hier ebenso wie die Entgegnung der Pressestelle des Senders. 

Schlag die Merkel!

Der Bundestags-Wahlkampf, noch gar nicht richtig begonnen, sinkt bereits auf Trash-Niveau: Der TV-Entertainer Stefan Raab soll allen Ernstes die Kanzlerkandidaten-Duelle moderieren. Tiefer geht’s nimmer, denkt man da – aber wer weiß…

Zeitungssterben: Nur eine Technikfolge?

Manchmal verstecken sich hinter spröden Begriffen sehr spannende Dinge. Das Wort „Technikfolgenabschätzung“ zum Beispiel. Im Bundestag gibt es dazu den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Der diskutiert gerade die „gesetzlichen Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft“. Und dabei – nebenbei – die Handlungsfelder für die Medienpolitik und die Zukunft des Journalismus.

Krieg der Medien

Siebzehn Euro achtundneunzig im Monat. Das ist der Rundfunkbeitrag, den wir für ARD, ZDF und Deutschlandradio zahlen. Vielleicht demnächst auch für einen neuen Jugend-TV-Kanal, der gegen RTL und ProSieben in Stellung gebracht werden soll.

Siebzehn Euro achtundneunzig pro Haushalt. Ist das zu viel? Während viele Print-Redaktionen ums Überleben kämpfen?

Wer Maybrit Illner künftig fehlt

Vergangene Woche ging er in Rente. Wolfgang Klein, 66, Redaktionsleiter von „Maybrit Illner“. Er ist ein großer Journalist. Mit seiner leichten Art, komplizierte Dinge einfach zu machen, war er schon als ARD-Korrespondent in Brüssel außerordentlich. Klein wusste, wie das geht mit dem Talk.

Krokodilstränen - Zum Ende der "FTD"

Über das Ende der Financial Times Deutschland ist ziemlich viel Blabla geschrieben worden. Das Blatt war keineswegs so innovativ und frisch, wie seine Macher am Ende vorgaben. Wer hat es eigentlich gelesen, wenn es nicht gerade kostenlos am Flughafen lag? Ein namhafter Leitartikler, der es mit der SZ oder der FAZ hätte aufnehmen können, ist aus der Redaktion nicht hervorgegangen.

Dass die Kollegen in Hamburg nun ihre Arbeitsplätze verlieren, ist bitter, keine Frage. Allerdings geht es Journalisten da nicht anders als - zum Beispiel - den Bergleuten in Bochum oder den Monteuren eines überflüssigen Opelwerks. Der Journalismus geht darüber nicht vor die Hunde. Wir müssen aber unsere Hausaufgaben machen. Sieben Thesen dazu:

Kritik, die sich zu wichtig nimmt

Verrisse und Schmähkritiken der jüngsten Zeit: Markus Lanz bekam es auf's Maul. Stefan Raab als Politik-Talker – ein Dünnbrettbohrer. Thomas Gottschalk kann es schon lange niemandem mehr recht machen.

Fernsehstars in der Kritik: Seltsam, dass so viele über sie schreiben. Wo ihre Leistungen doch so unsäglich sind, wie es heißt. Da stimmt doch etwas nicht.

Unser BLOG macht eine Pause!

Falls Sie uns vermissen: Wir machen eine Pause mit diesem BLOG. Im November sind wir wieder für Sie da.

Bettina Wulff - Ein Gerücht unter Freunden

Lange waberten die wilden Gerüchte nur durchs Internet oder wurden hinter der Hand in Hannover und Berlin verbreitet. Doch seit die Süddeutsche Zeitung am Samstag groß über den juristischen Abwehrkampf von Bettina Wulff gegen Verleumdungen berichtete, die ehemalige First Lady habe früher im Rotlichtmilieu gearbeitet, ist nun das Feuer freigegeben. Unter dem Deckmantel, sich nur mit der Weitergabe der haltlosen Unterstellungen in Politikerkreisen und Talkshows zu beschäftigen, verbreiten zahlreiche Medien nun genüßlich ihrerseits die Rotlicht-Saga.

Frauen in den Medien: Werden Sie zur Marke!

Unzählige Modelle zu weiblichen Karrierestrategien, genderspezifischen Verhaltensweisen im Beruf und femininen Ressourcen sind schon beschrieben worden. Experten erklären uns in Ratgebern zur Selbstoptimierung, wie wir ticken sollten, um unseren Anteil am Sahnekuchen zu ergattern. Und 'als Frau' erfolgreich zu sein - was immer das heißen mag.

Einerseits könnten uns die seit Jahrhunderten erfahrenen Einschränkungen, Kränkungen, (selbst)gestellte Fallen und Widerstände mutlos machen - andererseits nutzen wir noch viel zu selten die machtvollen Optionen und kreativen Ideen für authentischen Erfolg und eine freie, selbstbewusste Karriere. Die einfache Formel lautet: Werden Sie zu Ihrer eigenen Marke, zur sichtbaren Personal Brand.

Olympia-TV: Live ist nicht mehr live

„Happy and glorious“: London 2012, die Olympischen Sommerspiele sind vorbei. ARD und ZDF haben von den Übertragungen in hohem Maße profitiert. Ohne die Rekord-Einschaltquoten bei den Wettbewerben – wie schon bei der Fußball-Europameisterschaft zuvor – würden die öffentlich-rechtlichen TV-Sender 2012 in der Gunst jüngerer Zuschauer noch weiter zurückfallen. Die Bilder, die sie aus London zeigten, haben Gold verdient. Danke dafür! Bei den Kommentatoren und Moderatoren sollten bis Rio einige an ihrer Olympia-Norm arbeiten.

Freie und ihr Sommerfeeling

„Sie haben Post.“ Von wegen. Keine Mail im Kasten, die Telefone stehen still, der Lüfter des Computers ächzt. Papiere stapeln sich auf dem Schreibtisch und wollen sortiert werden. Das könnte doch etwas sein! Njet. Kein Thema. Noch nicht einmal unsere Talk-Show-Größen sind im TV zu finden. Sind wirklich alle im Urlaub? Vielleicht sogar die Zuschauer. Dann können wir das Fernsehen doch abschalten. Testbild. Und nun?

Journalismus als Sahnehäubchen?

„Nichts mehr ist fest, alles im Fluss“ schreibt Gabriele Fischer im Editorial der neuen Ausgabe von brand eins. Wieder einmal – so viel Lobhudelei muss jetzt einmal sein – ein feines Heft, diesmal über das Thema Digitale Wirtschaft. Der Urheberrechtsstreit und die Frage, wie wir Journalisten in den modernen Zeiten überleben werden, bewegt die gesamte Branche. „Wenn Journalismus bleibt, wie er ist, bleibt er nicht“, bemerkte Miriam Meckel jüngst. Mögen Printpäpste auch das Überleben der guten (wenn schon nicht der alten) Zeitung beschwören - wo stehen die Dinosaurier der Print-Branche tatsächlich?

"We love Lloret"? KInders, bleibt zu Hause!

"Spanien? Irgendwo hier, oder?" Privatfernseh-Zuschauer kommen ganz schön herum in diesen Tagen. Am Mittwoch konnten sie mit Hilfe von RTL auf Ibiza "Teenies auf Partyurlaub" beobachten, am Donnerstag hieß es auf Pro Sieben "We love Lloret". Wer das gesehen hat, kann nur sagen: Kinders, bleibt zu Hause. War ohnehin wenig Sonne am ersten Tag.

Anders als die Tagesschau: die RTL2 News

Der Begriff objektive Berichterstattung gehört zum Kern des journalistischen Selbstbildes. Aber er ist eine Illusion. Denn hinter jeder medialen Bearbeitung von Realität stecken Auswahlprozesse und subjektive Kriterien. Das gilt auch für Nachrichten. Viele Kollegen wollen die Dualität zwischen privat und öffentlich-rechtlich nicht aufgeben: hier die gebührenfinanzierten Gralshüter aus der Abteilung "seriöse Information" – dort die werbefinanzierten "quotenorientierten Rattenfänger" der Privaten. Diese Polarisierung ist nicht nur falsch - sie verhindert auch wichtige Diskussionen über Rahmenbedingungen redaktioneller Arbeit und verschleiert die Notwendigkeit, die Privaten in ihren journalistischen Bemühungen medienpolitisch aktiv zu unterstützen.

Shitstorm über dem Kommentatoren-Platz

Wenn etwa 30 Millionen TV-Zuschauer ein Fußballspiel ansehen, hat der Kommentator einen schweren Stand. Zumal sich die Fans nicht mehr an dem Bundestrainer abarbeiten können. Jogi Löw ist – ähnlich wie Vorgänger Jürgen Klinsmann – über alle Zuschauer-Kritik erhaben. Also müssen die Männer am Mikrophon herhalten. Béla Réthy und vor allem Steffen Simon sind die Feindbilder. Zu Recht?

TV-Unterhaltung: The Next Big Thing?

„What’s the next big thing?“  Wo ist das neue Super-Format, der nächste Trend, das Riesen-Geschäft im Unterhaltungs-Business? Dass ausgerechnet die Film- und Medienstiftung NRW sich dieser Frage widmet, ist auf den ersten Blick etwas verwunderlich. Aber die Stiftung stellt – zusammen mit der Landesregierung NRW – künftig 500.000 Euro jährlich für Programm-Ideen bereit. Und sie hat zum Medienforum NRW in Köln Gary Carter eingeladen, den Chief Operating Officer von FremantleMedia in London. Und den sollte man einmal erlebt haben.

Redaktions-Alltag: Wege aus der Frust-Falle

Es ist ein kleines Kunststück, als Journalist nicht zynisch zu werden. Oder zu ermüden aufgrund immer wiederkehrender Themen. Viele Kollegen, die seit etlichen Jahren im Geschäft sind, haben damit so ihre Schwierigkeiten. Mit ganz einfachen Tricks können die Chefs ihren Mitarbeitern dabei helfen, kreativ zu bleiben.

Gratis? Gerne! Die Piraten und das Urheberrecht

Das Urheberrecht muss geändert und an die neuen Bedingungen des digitalen Zeitalters angepasst werden. Da besteht zwischen den Beteiligten inzwischen weitgehend Einigkeit. Doch wie das genau passieren soll, darüber gingen auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche am Wochenende in Hamburg die Ansichten ziemlich auseinander. Dafür sorgte auch der Urheberrechtsexperte der Piratenpartei.

Nach Piels Wiederwahl: Was der WDR jetzt braucht

Die WDR-Intendantin Monika Piel hatte in den vergangenen Wochen wahrlich keine gute Presse: der Gottschalk-Misserfolg im ERSTEN, das Reform-Debakel bei der Hörfunkwelle WDR3. Dass die Senderchefin ihr Amt jetzt bis zum Jahr 2019 behalten darf und bei der Wiederwahl im Rundfunkrat ohne Gegenkandidat blieb, hat manche Beobachter überrascht. Das zeugt nicht von überaus profunder Kenntnis des Sendergeschäfts. Die Journalistin Piel hat nun Gelegenheit, ihre Kritiker zu überraschen. Was der WDR jetzt braucht?

Talkshow-Rückblick: Sarrazin im Euro-Wahn

Eine Woche mit Thilo Sarrazin. Am Donnerstag stern, am Sonntag die ARD, am Montag Focus und die Frankfurter Allgemeine Zeitung, am Dienstag BILD und eine Buchvorstellung im Luxushotel Adlon. Bei Günther Jauch im Ersten stritt der Populär-Autor und Ex-Bundesbankvorstand mit Ex-Finanzminister Steinbrück. Argumente, warum Europa am Euro zugrunde geht oder weshalb man sein Buch lesen sollte, lieferte er nicht.

Diagnose Burn-out: Wie Resilienz-Training hilft

Ausgebrannt, erschöpft, arbeitsunfähig:
Burn-out ist inzwischen ein alltägliches Phänomen in Unternehmen. Auch in vielen Redaktionen suchen Verantwortliche nach Lösungen, Burn-out zu verhindern.

Der Begriff Resilienz ist dabei von entscheidender Bedeutung. Resilienz kann helfen, dass Kreative in grauem Umfeld den Blick für die Farbe nicht verlieren.

Verbotene Liebe - Ein Magazin über Fernsehen

Das kommt ziemlich selten vor: Zeitungsjournalisten gehen liebevoll mit dem Medium Fernsehen um. Dem Magazin der Süddeutschen Zeitung ist dies in dieser Woche gelungen. Verbotene Liebe ist der Titel des wundervollen Heftes, das unbedingt seine Leser finden sollte. Nicht nur, weil sich Amelie Fried, Sandra Maischberger, Günther Jauch  und Giovanni di Lorenzo zu einem Gipfeltreffen der Macher von "Live aus dem Alabama" wiedertreffen.

Auch nicht nur, weil Künstler und Intellektuelle über ihre TV-Gewohnheiten sprechen und sich zum Beispiel der Literaturkritiker Fritz J. Raddatz ("Ich schaue am liebsten Tierfilme") standesgemäß empören kann: "Über den Rest bis ich ehrlich gesagt schaurig empört. Das Programm ist zu einer Schunkelveranstaltung verkommen: Quizshows, Volksmusik, Talkrunden ohne Ende - alles grauenvoll."

Aus dem Hörsaal in die Redaktion

"Was willst Du nach dem Studium machen?" "Irgendetwas mit Medien." So lautete früher der Spruch unter Geisteswissenschaftlern, wenn sie nach ihren Plänen für die Zeit nach der Uni gefragt wurden. Inzwischen hat sich an den Hochschulen einiges geändert.

Alles neu auf dieser Homepage!

Hey, alles glänzt, so schön neu. Hey, wenns dir nicht gefällt, mach neu. Peter Fox.

Das ist die neue Internetseite von LANGER+LEUTE. Zum Mitlesen und Mitmachen. Wir schreiben über Medien, die Menschen und unsere Methoden. Mit Meinung. Wir? Ein Beraterteam für Kreative. Für Journalisten, Produzenten, Redakteure, Manager. Und für alle anderen, die jeden Tag ein Stück über sich hinauswachsen wollen. Gemeinsam mit anderen.

Danke an Bernd Eder für die digitalen Wand- und Deckenfarben. Danke an Sarah Ehrlenbruch für die Schönsten der schönen Fotos. Was sonst alles neu ist?

Müdes Gähnen: TV-Branche sucht Show-Trend

Das ist kein schlechter Termin für die Chefs und Chefeinkäufer der Fernsehsender: die Frühjahrsausgabe der MIPTV in dieser Woche in Cannes. Hoffentlich kommen sie mit guten Ideen zurück. Denn die Show-Branche sucht den nächsten Trend. Oder wenigstens eine Idee.

"Gottschalk Live" - und nun? Privatisiert DAS ERSTE!

"Wohin mit Opa?" So der Spott im Internet über Thomas Gottschalk. "Dieser alte Mann da", sagen jüngere Menschen, wenn sie auf den Moderator angesprochen werden. Der sitzt seit gestern in einer Talk-Kulisse, die entfernt an die von Sandra Maischberger erinnert. Von seinem sogenannten "Wohnzimmer" hat nur der Tisch überlebt. Vielleicht fliegt der auch noch.

Aktives Zuhören für Journalisten

Wenn Politiker nicht antworten und Journalisten nicht zuhören, heißt das Interview. Manchmal heißt es Talk-Show. Die Fragesteller sind oft nicht bei der Sache, sondern bei sich und ihren Notizen. Oder ihren Moderationskarten. Sie überhören, welche Chancen ihnen das Gespräch bietet. Manchmal schauen sie ihren Gesprächspartner nicht einmal an, wenn dieser antwortet. Dabei könnte es so einfach sein.

Freiraum im Job: Wir nehmen uns für Sie Zeit

„Das bleibt doch unter uns, oder?“ „Das musste jetzt 'mal raus.“ Oder aber: „Der Chef hat ja doch nie Zeit.“

Kennen Sie das? Einmal mit Kollegen oder Vorgesetzten ganz offen über den Job reden, das wäre gut. Der Druck wäre weg und nebenbei vielleicht auch die Unsicherheit, wie es nun im gerade anstehenden Projekt weitergehen kann.

Kritik kann man üben

Journalisten und andere Kreative können ziemliche Weicheier sein. Sie teilen gerne aus, im Einstecken aber sind sie nicht besonders talentiert. Künstler. Mimosen. Selbstverliebt und verletzlich. Weicheier eben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Berater des Präsidenten

Bevor Bundespräsident Christian Wulff am vergangenen Mittwoch zu seinem Interview ins ARD-Hauptstadtstudio fuhr, hatte er Besuch im Schloss Bellevue. Peter Hintze, CDU-Politiker und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, suchte Wulff auf. Ein aufmerksamer Photograph der Nachrichtenagentur dapd hat die Szene eingefangen: Zwei Männer schütteln sich hinter einer Fensterscheibe des Schlosses die Hände.

GENAU HINSEHEN! MIT MUT INS JAHR 2012

Robert Capa, der Photograph, hat es so formuliert: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind – dann bist Du nicht nah genug dran!“ Capas journalistischer Leitsatz gilt weiterhin. Wer nicht genau hinsieht, hat kein gutes Bild.

DAS TOLLE AN "BECKMANN"

Die Sendung „beckmann“ in der ARD ist eine tolle Sache. Sie sollten sie sich einmal ansehen. In dieser Woche zum Beispiel ging es um Kinderhospize, und das war nun wirklich kein Spaß. Der Marktanteil betrug 6,1 Prozent. Unter Quotengesichtspunkten ein Desaster. Wieder einmal.

Das Erste, die BBC - und der Unterschied

Der Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen moderiert gelegentlich selbst. Sonntags im „Presseclub“ kann man Volker Herres dabei zusehen, wie er mit Journalisten die Weltlage bespricht. Dass er das gerne macht, kann man getrost annehmen: Herres hat früher beim Norddeutschen Rundfunk als Journalist gearbeitet. Doch seit November 2008 ist er Programmdirektor, und das ist nun ein ganz anderer Job. Herres verantwortet ein Fernseh-Programm, das in diesen Tagen Erstaunliches anbietet. Zum Beispiel eine Reihe von Talk-Shows.

Gute Quote bringt noch kein Profil - Teil II

„Wenn zwei Männer mit ihren Penissen Klavier spielen, sitzt jeder vierte Zuschauer davor, obwohl es ihm in aller Regel nicht wirklich gefällt.“ So schreibt Roger Willemsen in der Süddeutschen Zeitung über die RTL-Sendung „Das Supertalent“ und über die Qualität im deutschen Fernsehen. Roger Willemsen hatte selbst viele TV-Sendungen, aber eine war wirklich grandios: „Roger Willemsen – das Fernsehgespräch.“ Was machte die Sendung grandios?

Gute Quote bringt noch kein Profil

Heutzutage ist es ja schick, ein Profil zu haben. Bei facebook zum Beispiel, bei Google+ oder bei Xing. Als Politiker sowieso, aber auch als Schauspieler, Journalist oder Moderator. Unternehmer, Manager geben viel Geld aus, um nicht profillos zu sein. Sie holen sich Berater ins Haus, um auch im Journalismus bekannte W-Fragen zu klären: Warum, Was, Wie, Wozu?

Personalmesse 2011: Wo war die Medienbranche?

Dass jemand über „Hochleistung und Menschlichkeit - Herausforderung für Führungskräfte“ spricht, sollte auch für Medienmanager interessant sein. Hier referierte weder ein Senderchef, noch Redaktionsleiter, sondern Frank Breckwoldt auf der Personalmesse 2011 in Köln. Breckwoldt ist nicht nur Trainer, sondern als Chef der Friseur-Filialkette Ryf auch selbst Unternehmer. Und ein erfolgreicher dazu.

Erfolgreich sein - Erfolg haben

Erfolg - wer hätte ihn nicht gern? Wer will nicht erfolgreich sein? Wir leben in Zeiten des ethisch-moralischen und wirtschaftlichen Umbruchs. Zeiten, in denen Systeme aufbrechen und sich neu orientieren. Wandel ist angesagt. Dies gilt auch für die Medienlandschaft. Die Zeiten, in denen das öffentlich-rechtliche Fernsehen die TV-Landschaft ausschließlich prägte, sind lange vorbei. Neben Privatsendern gibt es mittlerweile zahlreiche Lokalsender. Und jetzt: das Internet. Auswirkungen sind längst sichtbar.

LUNCH AND LEARN IM TV-BUSINESS

Wann hat Ihr Chef Sie zuletzt zum Essen eingeladen? Nein, nicht zum Sommerfest oder zur Weihnachtsfeier. So mittags, zum Essen halt, oder zum Lunch, wenn das vertrauter klingt. Die Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 werden einmal im Monat eingeladen, aber natürlich verfolgt der Chef damit eine Absicht. Die ist allerdings nicht so schlecht.
 

ZUKUNFT DES JOURNALISMUS MIT 4 BUCHSTABEN

Sie kennen doch die Kollegin Meike Winnemuth. Nicht? Wer zu den Lesern der Süddeutschen Zeitung oder zu den Stammzuschauern von „Wer wird Millionär“ gehört, könnte sie kennen. Meike Winnemuth kündigte angesichts eines sechsstelligen Gewinns bei Günther Jauch im letzten Jahr an, auf Weltreise zu gehen. Zuvor wies sie noch schnell das Angebot des Moderators zurück, sie solle ihm zum Gefallen doch ihren Job bei der Süddeutschen an den Nagel hängen.
 

Mitarbeiter motivieren

Also doch nicht: Anerkennung und Belohnung beflügeln uns nicht alleine. Vielmehr treiben uns die Fortschritte bei der Arbeit an, so Teresa Amabile, Professorin der Harvard Business School. Erleichtern Sie also Fortschritte bei der Arbeit. Planen sie Teilziele mit ein, so dass an jedem Punkt der Umsetzung die Möglichkeit besteht, der Herausforderung gewachsen zu sein. So kann sich ein Glücksgefühl entwickeln, das zu weiterem Handeln motiviert.

Authentizität ist trainierbar

Kennen Sie das? Sie sehen einen Film, aber Text, Audio und Bild passen nicht zusammen. Eine klassische Bild-Text-Schere für den Zuschauer. Im Film fällt uns dies direkt auf. Bei uns und unseren Mitmenschen hingegen sind Unstimmigkeiten oft nicht direkt greifbar. Etwas stimmt nicht, ist nicht stimmig, nicht überzeugend, zieht mich nicht an. Häufig handelt es sich um eine diffuse Empfindung, ein nicht näher beschreibbares Gefühl. Dahinter steckt: Der Protagonist ist nicht authentisch.

Wie das?

Supportive Leadership in Media

Mit Ressortchefs, Redaktionsleitern oder Chefredakteuren verhält es sich wie mit dem Fussball-Bundestrainer. Wenn es gut läuft, ist er der Held. Wenn es aber nur so lala läuft, ist unser Held umgeben von ganz vielen Möchtegern-Bundestrainern. Also auch von vielen Möchtegern-Ressortchefs, -Redaktionsleitern oder -Chefredakteuren, die es insgeheim besser können. Die alle Entscheidungen von oben anzweifeln, weil Ihnen die ganze Richtung nicht passt.

Wie man schlechte Nachrichten verdaut

"Ich kann es nicht mehr hören. Wo soll das nur alles enden?" Diese Klage über die Flut von schlechten Nachrichten stammt nicht von einem Fernsehzuschauer, sondern von einer langjährigen Newskollegin. Wenn schon Profis trübsinnig werden, wie sollen dann Leser, Zuschauer oder Hörer mit der Weltlage umgehen? Mit politischen Entscheidungen, die offenbar auch von Vorsicht gesteuert sind?

Über Unabhängigkeit

Wenn Journalisten zu Schönrednern werden, verspielen sie in kürzester Zeit ihr mühsam aufgebautes Image. Etwa das, einem Leitmedium anzugehören. So hat die Zeitung mit den großen Buchstaben in den letzten Wochen nicht nur einen politischen Hoffnungsträger verloren. Also doch: kein Leitmedium, sondern ein Kampfblatt.

Hindernisse im Coaching

„Das hat uns gerade noch gefehlt.“ Die Bereitschaft von Mitarbeitern, sich auf einen Coaching- oder Veränderungsprozess einzulassen, ist nicht immer ausgeprägt. Dahinter steckt die Sorge, Einfluss oder am Ende sogar den Arbeitsplatz verlieren zu können. Dass die Veränderung aber ein inhaltlicher Prozess ist und Fortschritt verspricht, wird oft übersehen. Dabei kann Beratung den Mitarbeitern den Blick schärfen. Etwa für Wege zum eigenen Erfolg. Oder sie kann helfen, Blockaden aufzulösen.

Politik-TV im Super-Wahljahr

„Heute ist Politik ist der neue Sex, damit meine ich alles, was unsere Gesellschaft betrifft.“ Als Marc Conrad im Jahr 2005 das in einem epd-Interview sagte, war er seinen Job als RTL-Geschäftsführer schon so gut wie los. Heute, sechs Jahre später, zeigt sich: Conrad lag in dieser Frage richtig. Am Ende einer spannenden Nachrichtenwoche zeigt sich: Politische Themen im Fernsehen ziehen.

DEUTSCHLANDFUNK OFFLINE

Im Kölner Süden sitzen einige aufrechte Radiomacher, die senden ein schönes Programm. DEUTSCHLANDFUNK nennt sich die Veranstaltung, die manches Mal altmodisch daherkommt, oft aber richtige Hörfunk-Schmuckstücke bietet. Zum Beispiel am vergangenen Sonntag: Zur besten TATORT-Sendezeit ein Feature von Beate Berger über das Geben und Nehmen zwischen Modejournalisten und der Schönheitsindustrie. "Vom Laufsteg zum Laptop." http://www.dradio.de/dlf/sendungen/freistil/1183438/

PAUSE!

Zwei Schlagzeilen der zurückliegenden Woche. "Im Fernseh-Bergwerk" überschreibt DER SPIEGEL einen Bericht über die Arbeitsbedingungen von Journalisten bei RTL. "Schäubles Sprecher wirft hin" titelt einen Tag später etwa die Online-Ausgabe der ZEIT über den Rücktritt des gedemütigten Pressemannes Offer. Andere machen weiter. RTL meldet, das operative Ergebnis der Group sei erneut gesteigert worden. Der Finanzminister fährt nach Seoul und wacht über die Weltfinanzen. Für alle Verantwortlichen ein Tipp fürs Wochenende: Einmal innehalten.

WERTSCHÄTZUNG IN DER REDAKTION

In der Hektik der Redaktions- und Produktionsarbeit geht sie schon einmal unter: die Wertschätzung. Wie merkt der Kollege, die Kollegin, dass man sie schätzt? Auch die Führungskraft ist ja nur ein Mensch.

Also handelt es sich um gegenseitige Wertschätzung. Dabei geht es nicht nur um das LOB. Das Zauberwort heißt WAHRNEHMUNG. Fühlt sich der Mitarbeiter oder Kollege wahr genommen, fühlt er sich geschätzt. Es geht also um ein Gefühl. Und hier sind die sogenannten kleinen Dinge des Miteinanders ausschlaggebend: aktives Zuhören, Zugewandtheit, Respekt, Empathie.

Erfolgreiche Moderationen "modellieren"

Generationswechsel in der deutschen Fernsehlandschaft. Nicht nur bei stern TV und Co. kommen die "Jungen" ran. Gute Gelegenheit, einmal hinzuschauen, was eine erfolgreiche Moderation etwa von Magazinen ausmacht. Welchen Stellenwert haben Empathie, aktives Zuhören, persönliche Aura, Authentizität? Ist Sachkompetenz genauso wichtig?

Einschalten!


Fernsehfund in diesen Wochen: Der Schauspieler RONALD ZEHRFELD jüngst am Mittwoch im ARD-Sozialdrama "Im Dschungel". Tolles Gesicht, toller Typ. Demnächst wieder einschalten in der GROSSEN Serie "Im Angesicht des Verbrechens" von Dominik Graf. Ab 22.10. in der ARD. Mehr dazu unter

Hallo im Blog!

Willkommen zum Blog von LANGER+LEUTE. Sie erleben gerade die Testphase. Viel Spaß beim Lesen. Künftig hier: Neues, Wissens- oder Bemerkenswertes zu Fernsehen oder anderen Medien.